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Um den CO2-Ausstoß weltweit deutlich zu verringern, ist es unabdingbar, Energien effizienter zu nutzen - und damit die Emissionen weiter zu reduzieren. Das Problem dabei ist, dass die weltweite Nachfrage nach Energie stetig steigt und Einsparungen allein folglich nicht ausreichen werden. |
Große Energieerzeuger wie E.ON stehen damit vor der anspruchsvollen Aufgabe, einerseits diesen Bedarf auch in Zukunft zu decken und andererseits dem weltweiten Klimaschutzprogramm verpflichtet zu bleiben. Daher werden gegenwärtig durch nationale und internationale Experten Verfahren zur Abtrennung und dauerhaften Speicherung von CO2 erprobt.
E.ON setzt sich aktiv und intensiv mit der Optimierung und Erprobung derzeit gängiger Technologien zur CO2-Abtrennung und -Speicherung (CCS-Verfahren: Carbon Capture & Storage) auseinander und hat bereits eine Reihe konkreter Projekte angestoßen:
Post-Combustion
Ein richtungweisendes Verfahren, bei dem das CO2 nach der Verbrennung des Energieträgers abgetrennt wird. Damit eröffnet sich auch die Möglichkeit, bereits bestehende Kraftwerke nachzurüsten. Im EU-Projekt CASTOR von E.ON UK, E.ON Energie und rund 30 weiteren Partnern wird das Verfahren bereits im dänischen Kohlekraftwerk Esbjerg in einer Versuchsanlage erprobt. Überdies plant E.ON gegenwärtig weitere Tests in Pilotanlagen an eigenen Kraftwerksstandorten, um dieses Verfahren weiter zu verbessern und eine baldige Praxistauglichkeit zu erreichen.
Pre-Combustion
Hier werden Kohle, Luft und Wasser zu Wasserstoff und CO2 umgewandelt und das CO2 bereits vor der Verbrennung separiert. Bei dieser Technologie ist E.ON u. a. Partner bei dem 2012 in den USA in Betrieb gehenden CO2-freien Kraftwerk der "FutureGen" Initiative.
Oxyfuel
Beim Oxyfuel-Verfahren wird die Kohle in einer Mischung aus reinem Sauerstoff und Rauchgasen verbrannt, wodurch die Abgase im Wesentlichen nur noch Kohlendioxid enthalten. Dieses kann dann direkt gespeichert werden. Zusammen mit Wissenschaftlern des Verbundprojektes ADESCOS ist E.ON an diesem Projekt beteiligt. In ersten Testanlagen an den Universitäten Dresden und Hamburg-Harburg werden die Grundlagen erforscht. Nächstes großes Ziel ist die Planung einer Pilotanlage.
Die geologische Speicherung von CO2 unterstützt E.ON mit dem Projekt CO2SINK, ein Pilotvorhaben in Brandenburg. Europaweit ist dies das erste Projekt auf dem Festland, in dem die geologische Speicherung von CO2 umfassend erforscht wird. Bereits in diesem Jahr soll dann CO2 in geologische Formationen (Aquifere) gepresst werden. Das Potenzial für diese Methode ist enorm: Forscher haben errechnet, dass es europaweit Speichermöglichkeiten für 600 bis 800 Milliarden Tonnen CO2 geben dürfte.
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