Gibt es steuerliche Vorteile bei der Nutzung einer stromerzeugenden Heizung?
Ist eine Strom erzeugende Heizung für mein Einfamilienhaus wirtschaftlich?
Wird der mit meiner stromerzeugenden Heizung produzierte elektrische Strom 1- oder 3-phasig eingespeist?
Kann ich bei hohem Wärmebedarf eine stromerzeugende Heizung mit einem Brennwertkessel kombinieren?
Gibt es steuerliche Vorteile bei der Nutzung einer stromerzeugenden Heizung?
Die Technik der Kraft-Wärme-Kopplung nutzt den eingesetzten Brennstoff, zumeist Erdgas, sehr effizient. Der Staat honoriert dies, indem KWK-Anlagen mit Verbrennungsmotor und Jahresnutzungsgrad von über 70 Prozent von der Mineraölsteuer (künftig Energiesteuer) befreit sind. Die gezahlten 0,55 ct/kWh Brennstoff werden Ihnen auf Antrag rückerstattet. Dazu ist eine Anmeldung der Anlage beim zuständigen Hauptzollamt erforderlich.
Für den erzeugten Strom erhält man 10 Jahre zusätzlich zu der Einspeisevergütung einen staatlich garantierten Zuschlag von 5,11 ct/kWh (KWK-Bonus). Zur Nutzung dieser Förderung müssen Sie die Anlage mit einem Formular beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) anmelden. Trotzdem: Den Strom selbst zu nutzen ist effizienter als ihn einzuspeisen. Die KfW vergibt zudem attraktive Kredite für energieeffizientes Sanieren, der Einbau einer stromerzeugenden Heizung fällt auch darunter.
Ist eine Strom erzeugende Heizung für mein Einfamilienhaus wirtschaftlich?
Heizungsanlagen werden anhand des Wärmebedarfs eines Gebäudes ausgelegt. Für die Wirtschaftlichkeit einer KWK-Anlage ist die Wärmeleistung von besonderer Bedeutung: Zu groß dimensionierte Anlagen erreichen keinen kontinuierlichen Betrieb und weisen häufige An- und Abschaltverluste auf. Daher können keine generellen Aussagen getroffen werden, sondern es muss projektbezogen hinsichtlich des Gebäudestandards, des Wärmebedarfs, der Nutzerstruktur bzw. des Nutzerverhaltens die wirtschaftliche Einsetzbarkeit einer stromerzeugenden Heizung überprüft werden.
Auch wenn die Wirtschaftlichkeit bei der Kaufentscheidung nicht das entscheidende Argument sein sollte, sollten Wärmebedarf und thermische Leistung der stromerzeugenden Heizung aufeinander abgestimmt sein.
Wird der mit meiner stromerzeugenden Heizung produzierte elektrische Strom 1- oder 3-phasig eingespeist?
Bei kleinen elektrischen Leistungen reicht eine 1-phasige Einspeisung. Nach den VDEW-Richtlinien „Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“ und „Technische Anschlussbedingungen im Niederspannungsnetz“ können stromerzeugende Heizungen und Mikro-KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von < 4,7 kW noch 1-phasig
eingebunden werden. Für die gleichmäßige Belastung des elektrischen Netzes sollte bei Geräten, die diese Möglichkeit vorsehen, eine 3-phasige Einspeisung realisiert werden.
Kann ich bei hohem Wärmebedarf eine stromerzeugende Heizung mit einem Brennwertkessel kombinieren?
Eine Kombination ist möglich. Achten Sie jedoch darauf, dass bei der hydraulischen Einbindung Kessel und stromerzeugende Heizung parallel eingebaut werden. Dadurch wird vermieden, dass die Wassertemperatur im Brennwertkessel zu hoch wird und eine Brennwertnutzung nicht mehr möglich ist.
Quelle: stromerzeugende-heizung.de
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